Alarmierung - Freiwillige Feuerwehr Dehrn

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Alarmierung

Technik
 


Ablauf einer Alarmierung

Sie kommen von der Arbeit nach Hause und bemerken den Geruch von Feuer. Sie schauen sich in der Strasse um und erkennen, wie aus einem Nachbarhaus dichter schwarzer Rauch aus einem Fenster austritt. Ein Feuer! Auf der Straße finden sich nun auch noch andere Personen ein, die das Szenario kritisch beäugt. Einer der Passanten zieht sein Mobiltelefon aus der Tasche und wählt den Notruf: 112. Im Volksmund heißt es ja: "Schnell wie die Feuerwehr", doch was passiert nun überhaupt?

Der Augenzeuge wurde durch die Wahl der Notrufnummer mit der nächstgelegenen Rettungsleitstelle, für Dehrn ist es die Leitstelle in Limburg, verbunden. Dort laufen alle Notrufe von Feuerwehr und Rettungsdienst des Landkreises Limburg-Weilburg zentral zusammen.

Hier sitzt ein Disponent, der mit gezielten Fragen
den Anrufer bei der Absetzung seines Notrufes unterstützt. So werden alle wichtigen Daten schnell ermittelt und in den Computer eingegeben.
Der Disponent lässt sich auf seinem Bildschirm den Alarmplan für Dehrn anzeigen: "Brand Innerorts - Alarmstufe 3" wählt er am Einsatzleitrechner aus. Auf diesem Computer ist für jede Art von Notfall hinterlegt, welche Einheiten zu alarmieren sind.

Arbeitsplatz in der Leitstelle Limburg-Weilburg >

Leitstelle Limburg Weilburg

Noch während des Anrufes, sobald der Disponent alle für die Alarmierung relevanten Informationen gesammelt hat, bestätigt er die Alarmierung. Durch die Bestätigung des Computervorschlags des Disponenten werden die Dehrner Feuerwehrleute über ihre tragbaren Funkmeldeempfänger alarmiert. Bis 1982 ging dies nur über die Sirene im Ort, erst dann wurden nach und nach alle Einsatzkräfte mit den Funkmeldeempfängern ausgerüstet. Einer der Vorteil der "stillen Alarmierung" liegt darin, dass auch über die Reichweite der Sirene hinaus nun jeder Dehrner Feuerwehrmann alarmiert wird.

Sirene
Funkmelder

(durch Anklicken des Bildes wird der Sirenenton abgespielt)

(durch Anklicken des Bildes wird der Melderton abgespielt)

Wer gerade noch als Elektriker, Schlosser, Landwirt oder privat Zuhause beim Grillen oder Fernsehschauen war, spurtet jetzt in den PKW, aufs Fahrrad oder läuft zu Fuß um so schnell wie möglich zum Feuerwehrgerätehaus zu eilen.
Dehrn wird durch eine Freiwillige Feuerwehr geschützt, das heißt, dass alle Feuerwehrleute einen Beruf haben und bei einer Alarmierung ihre Arbeitsplätze oder nachts die Betten verlassen um zur Feuerwehr zu gelangen.
Noch vor wenigen Augenblicken lag das Feuerwehrgerätehaus in Dehrn ruhig in der Nachmittagsdämmerung. Jetzt kommen aus allen Himmelsrichtungen die Feuerwehrmänner auf das Gerätehaus zu. In den beiden Umkleideräumen wird  die persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Feuerwehrhelm, Einsatzhose, Sicherheitsschuhwerk und Einsatzjacke angezogen.


Der Gruppenführer des ersten Fahrzeuges nimmt nun über Funk Kontakt mit der Leitstelle auf, um zu erfragen was für ein Einsatz auf ihn und seine Kameraden zukommt. Der Disponent gibt die erhaltenen Informationen an den Gruppenführer weiter, der bis zum Eintreffen des Wehrführers oder Stadtbrandinspektors der Einsatzleiter sein wird. Vor Ort wird er sich selbst ein Bild von der Lage machen können, in der Zwischenzeit müssen die Informationen reichen, die der Anrufer bei seinem Notruf gegeben hat.

Das Feuerwehrfahrzeug ist nun voll besetzt. Das Tor der Fahrzeughalle ist offen und der Maschinist (Fahrer) kuppelt die Druckluftleitung des LKW ab, die diesen ständig mit Bremsdruck versorgt. Auch das Elektrokabel der Batterieladeerhaltung wir abgenommen. Der LKW-Diesel startet und der Gruppenführer gibt dem Maschinisten das OK, loszufahren. Er gibt Gas und das 12-Tonnen-Feuerwehrfahrzeug bahnt sich seinen Weg durch die Straßen Dehrns.

Kurz nach dem Verlassen der Fahrzeughalle ertönt das Tatü-Tata, das den Rettungskräften Sonder- und Wegerechte auf ihrer Alarmfahrt einräumt. Zusammen mit dem Blaulicht
bedeutet es allen anderen Verkehrsteilnehmern, sofort freie Bahn für die Feuerwehr zu schaffen.

Während der Fahrt zum Einsatzort herrscht im Mannschaftsraum geschäftiges Treiben. Der Gruppenführer gibt die ihm bekannten Informationen an seine Mannschaft weiter. Bei Brandeinsätzen rüstet sich der Angriffstrupp mit Atemschutzgeräten aus. Die Atemschutzmasken müssen perfekt sitzen, ein Fehler und die Retter würden sich selbst den toxischen Atemgiften aussetzen. Deshalb kontrollieren sie sich nochmals gegenseitig. Zusätzlich kommen noch eine Brandschutzhaube um eventuell Eingeschlossene schnell retten zu können, sowie ein Handscheinwerfer, ein Funkgerät und die Feuerwehr-Halteleine. So kommen locker über 20 kg an Ausrüstung zusammen.

Noch einmal wirbelt das Lenkrad herum und das Fahrzeug biegt in die Straße ein, in der es brennt. Eine Fahrzeuglänge nach dem Brandobjekt bleibt es stehen, um für die nachfolgende Drehleiter Platz zu lassen. Wenige Augenblicke später verschwindet der erste Trupp im pechschwarzen Rauch.



Freiwillig natürlich, ohne zu wissen was ihn nun erwartet…

Einsatzfahrt
Ausruesten im Fahrzeug
Brandbild
 
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