Einsätze - Freiwillige Feuerwehr Dehrn

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Einsätze

Dekongruppe
 

05.09.2006
Gegen 04.15 Uhr wurde die Feuerwehr Limburg zu einem Fahrzeugbrand auf die Autobahn A3 alarmiert. Es brannte ein Auflieger eines Lastwagens, der wie sich erst später herausstellte mit Gefahrgut beladen war. Durch diese giftige Ladung entwickelte sich aus einem normalen Fahrzeugbrand ein enormer Großeinsatz, der sich den ganzen Tag lang bis in den späten Abend hinziehen sollte.
Um 08.07 Uhr gingen dann auch die Funkmelder der FF Dehrn auf, alarmiert wurde der Dekonzug der Gemeinden Beselich-Runkel. Mit vier Fahrzeugen und 26 Mann wurde dann die Fahrt zur Einsatzstelle unternommen, was sich als recht schwierig erwies, da bereits jetzt schon alle Ausweichstrecken rund um die Autobahn überlastet waren. An der Einsatzstelle angekommen bestand dann die Aufgabe des Dekonzuges in der Entsorgung der Gefahrstoffgüter und Reinigung der eingesetzten Personen sowie Gerätschaften. Dazu wurden zwei Zelte aufgebaut verschiedenste Geräte zur Reinigung aufgebaut und eine Wasserversorgung eingerichtet. Trotz der Tatsache, das diese Aufgabe für beide Gemeinden neu war, hat die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert. Alleine die Einsatzkräfte der Gemeinde Runkel hatten Material im Wert von 3.700 Euro verbraucht. Einsatzende für den Dekonzug war dann um 19.30 Uhr. Die Autobahn wurde zu diesem Zeitpunkt noch von einer Spezialfirma gereinigt und konnte erst in der Nacht wieder für den Verkehr freigegeben werden.


15.03.2007

Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurden die Feuerwehr Dehrn am Donnerstag Morgen gegen 9.00 Uhr alarmiert. Im Gewerbegebiet am Steedener Weg in Dehrn stellte der Fahrer eines holländischen LKWs beim entladen von Textilien fest, das eine Flüssigkeit von der Ladefläche heruntertropfte. Da der LKW mehrere 1000 Liter Behälter mit Gefahrgut geladen hatte wurde nun direkt die Feuerwehr alarmiert. Bei der ersten Alarmierung wurde die Dekongruppe der Gemeinde Runkel sowie der Gefahrstoffzug aus Limburg angefordert. Aufgrund einer nicht eindeutigen Klassifizierung des geladenen Gefahrgutes am LKW musste davon ausgegangen werden, dass es sich um einen stark ätzenden und Gesundheitsschädlichen Stoff handelt. Erst gegen 12.00 Uhr, also 3 Stunden nach beginn des Einsatzes, konnte die Flüssigkeit genau bestimmt werden. Es handelte sich dabei um einen Emulsionsbrecher mit dem Namen "Excalibur". Nach einer ersten Erkundung konnte ein Leck in einem der 1000 Liter Behälter ausgemacht werden. Die Einatzleitung bestehen aus Stadtbrandinspektor, Kreisbrandinspektor, Organisatorischer Leiter DRK sowie Fachberatern entschied sich dann die Flüssigkeit aus dem lecken Behälter umzupumpen. Dazu wurden im Verlauf des Einsatzes insgesamt 6 Trupps unter CSA-Schutzanzügen eingesetzt. Weitere Kräfte wurden von der Feuerwehr Dehrn sowie aus Weilburg nachalarmiert. Ebenso war zu diesem Zeitpunkt auch das ELW 2 des Landkreis Limburg-Weilburg vor Ort. Durch die unklare Lage zu beginn des Einsatzes wurden 13 Personen vorsorglich vom Leitenden Notarzt in die umliegenden Krankenhäuser zur Untersuchung eingewiesen. Eine Person musste die Nacht unter Beobachtung im Krankenhaus verbleiben. Gegen 14.30 Uhr war das umpumpen des Gefahrstoffes abgeschlossen. Danach wurde die Einsatzstelle noch gereinigt und die restliche Ladung des LKW abgeladen. Der Einsatz für die Kräfte aus Dehrn endete um 17.00 Uhr, 8 Stunden nach der ersten Alarmierung.


05.04.2007
Ein weiterer Einsatz für den Dekonzug war ein Gefahrgutunfall auf der Bundesautobahn A3 am 05.04.2007. Hier geriet ein LkW der Schwefelsäure geladen hatte, nach einem Verkehrsunfall von der Fahrbahn ab und walzte die Leitplanke auf mehreren Metern nieder. Anschließend stürzte der LKW um und kam im Straßengraben auf der Seite zum Liegen. Der Säuretank wurde dabei glücklicher weise nicht beschädigt, um den LKW zu bergen musste aber erst die Ladung umgepumpt werden. Aufgrund des starken Ferienreiseverkehrs wurden die Arbeiten auf den Abend verlegt. Währen den Abpumparbeiten wurden CSA- Träger in Bereitschaft gehalten um bei eventuellen Komplikationen eingreifen zu können. Zum Schutz der Einsatzkräfte baute die Dekongruppe Beselich/Runkel einen kompletten Dekontaminationsplatz auf dem Standstreifen der Autobahn auf. Die Bergung des LkW konnte gegen Mitternacht abgeschlossen werden. Erst jetzt dann war auch Einsatzende für die Dekongruppe.


29.10.2007

Der vierte Einsatz für die Dekongruppe Beselich/ Runkel war wiederum ein Gefahrgutunfall. Ein LKW war von der BAB 3 aus Richtung Köln auf die B 49 in Richtung Weilburg aufgefahren. Aufgrund zu hoher Geschwindigkeit kam der LKW ins Schlingern und stürzte um. Er kam direkt unter der Autobahnbrücke zum liegen. Der mit einer hochgiftigen Flüssigkeit beladene Kesselwagen wurde dabei nicht beschädigt, musste aber in einem aufwendigen und zeitintensiven Verfahren geborgen werden. Die Dekongruppe stellte für den Zeitraum der Bergungsarbeiten einen kompletten Dekontaminationsbereich zur Verfügung. Erst nach 7 Stunden konnte auch dieser Einsatz beendet werden. Die B49 und die Autobahn A3 waren für die Dauer der Bergungsarbeiten voll gesperrt worden, was ein Verkehrschaos in Limburg und Umgebung verursachte.

 
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